KONTAKT IMPRESSUM

TAUSEND TRÄNEN TIEF

„Als Big Cat in London das Album hörten und wir mit „Tausend Tränen tief“ als erster Single ankamen, waren die leicht irritiert. Die hatten uns als klassischen Indie-Act irgendwo zwischen deutsche Nirvana und Krautrock-Nachfolger gesehen und uns auch so vermarktet. Krautrock erlebte zu der Zeit in Amerika und England gerade seine erste große Renaissance und jeder, der was auf sich hielt, ob Pavement, Blur oder andere stand auf Neu, Can und Popol Vuh. Vollkommen zu recht. Aber bei uns lag der Fall anders. Alternative- oder Indie-Rock schickte sich gerade an, der neue Mainstream zu werden und ich hatte keine Lust da stehen zu bleiben. Noch vor Eikes Ausstieg hatte meine Begeisterung für Blues auch dazu geführt, daß ich anders schreiben wollte als auf den ersten Platten. Weg von so gerappten Textflächen zu einer prägnanteren, einfacheren Sprache. Das ging auch mit meiner Vorliebe für Popsongs und der Absicht mehr zu singen zusammen. Ich hab uns immer als Pop-Band gesehen und in sofern war die Entwicklung für mich folgerichtig und bruchlos. Außerdem war ich frisch verliebt und obwohl ich häufiger mit dem Gedanken gespielt hatte in New York zu bleiben, hab ich mich dann für Hamburg entschieden.“