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DISKURS POP
Hamburger Schule

„Das waren die Schlagworte, die irgendwann auftauchten. Gut gemeinte Versuche, eine Szene von Leuten zu beschreiben, denen es darum ging, ihr Ding zu machen, ohne sich vereinnahmen zu lassen, als Musiker und Künstler unabhängig zu bleiben. Ob in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln oder Duisburg. Ich hatte das so in Bielefeld mit Fast Weltweit erlebt und einen ähnlichen Zusammenhang in Hamburg vermisst. Gleichgesinnte, denen es mit ihrer Musik um mehr ging als um Airplay und Chartsnotierungen. Eigentlich selbstverständlich. Es waren dann Leute wie Tobias Levin, Carsten Hellberg und Frank Möller, aber eben auch Tom Liwa, Max Müller oder Christiane Rösinger, mit denen ich mich darüber austauschen konnte. Später auch die Goldenen Zitronen oder Rocko Schamoni. Das wurde dann Hamburger Schule genannt und andere Bands dazu gezählt. Was ok geht, wenn man das neidfreie Hamburg Anfang der Neunziger mit der Folkszene im Greenwich Village, Grunge in Seattle oder Manchester mit Bands wie The Fall, The Smiths oder Rave vergleichen will."