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HEAVY

„ ‚Heavy’ war heavy. Ich hatte für das Album, in dem es um das Zerplatzen von Blasen, den Verlust von Illusionen, das Zerbrechen von Beziehungen und die Erneuerung der Liebe gehen sollte, meine neue Band zusammengestellt. Die Stücke waren fertig, die Proben liefen super und wir konnten es kaum erwarten ins Studio zu gehen. Andreas Herbig sollte co-produzieren. Mit Liedern wie „Einfach so“, „Bleiben oder gehen“ „Hiob“ oder „Nur mit Dir“ wollte ich den Zusammenhang zwischen den WTC- Attentaten vom 11. September, einem Trauma, das in Serie ging, der globalen Finanzkrise und dem Auflösen tradierter Wertvorstellungen beschreiben. Die Platte handelt davon, wie sich der Verlust von Gewißheiten einer alten Ordnung auch auf die Liebesverhältnisse und Rollenverständnisse niederschlägt. Ein Anstieg aggressiver Affektlagen, die Verrohung der Gesellschaften insgesamt, war abzusehen. Neue Kriege und ein zunehmendes „Alle gegen Alle“ waren nur eine Frage der Zeit. „Wohin mit dem Hass?“ Wir hatten gerade mit den Aufnahmen begonnen, als all das, was ich in den fiktiven Trennungsliedern beschrieben hatte, sich in meinem eigenen Leben genauso ereignete. Als hätte ich es mit den Songs beschworen. Ich versuchte zu retten, was zu retten war und nahm jeden Tag im Studio genau die Lieder auf, die mir jetzt wie ein selbstauferlegter Fluch vorkamen. Aber sie waren alles, was ich noch hatte. Und am Ende waren sie schlauer als ich.“